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"Wie Jesus seinen Kritikern antwortete" |
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Nach The Flier
Ausgabe X, Nummer 1 Januar, 2008 In 1. Petrus 3,15 finden wir die Aufforderung: „Seid allezeit bereit zur Verantwortung vor jedermann, der von euch Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in euch ist.“ In anderen Worten ausgedrückt sollen wir fähig sein, jedem zu antworten, der uns herausfordert im Hinblick auf unsere grundlegenden Glaubensüberzeugungen, die Grundlage der Hoffnung sind, die wir heute und in Ewigkeit haben. Es scheint nicht einfach, einem solchen Gebot zu gehorchen, oder? Nun, wie kommen wir damit zurecht? Waren Sie schon einmal in einer Situation, in der jemand grundlegende biblische Aussagen und die Autorität der Bibel offen angegriffen hat – und Sie fanden keine Erwiderung, weil Sie sich schlecht vorbereitet und vielleicht auch eingeschüchtert gefühlt haben? Wenn es Ihnen bisher noch nicht passiert ist, wird es bestimmt noch einmal vorkommen, besonders wenn Sie ein junger Mensch in der Schule oder an einer Universität sind, wo Lehrer oder Professoren den christlichen Glauben und Christen, die ihn vertreten, nicht selten offen angreifen. Viele von uns haben aus leidvoller Erfahrung gelernt, dass wir weit davon entfernt sind, auf die Angriffe auf grundlegende christliche Aussagen gut vorbereitet zu sein. Wir sollen „bereit“ sein, doch wie? Die Aufgabe scheint oftmals überwältigend zu sein. Für viele von uns liegt es nicht daran, dass uns die Argumente gegen das Christentum völlig unbekannt sind. Wir kennen auch einige gute Antworten. Viele von uns kennen Menschen oder Literatur (Bücher, Zeitschriften, usw.), die uns mit guten Antworten versorgen können, einschließlich wissenschaftlicher Belege, mit denen man verschiedenen Argumenten gegen christliche Glaubensüberzeugungen begegnen kann. Dennoch ist es eine Sache, sich überzeugen zu lassen durch Fakten und Argumente christlicher Apologeten, die Experten in verschiedenen Bereichen der Wissenschaft oder Lehre sind. Es ist eine völlig andere Sache, diejenigen zu überzeugen, die christliche Glaubensüberzeugungen angreifen. Wenn wir jemandem widersprechen, der christliche Grundannahmen angreift, haben wir dann nicht auch Angst davor, dass unser Gegner eine beliebige Anzahl weiterer Sachverhalte nennen, ob wissenschaftlich oder technisch, um unsere Position weiter zu schwächen. Und wir wissen, dass wir nicht fähig sind, uns an die zahlreichen wesentlichen Fakten und Argumente zu erinnern, erst recht nicht, sie alle zu beherrschen. Und so wird es immer schwieriger, sie in einer überzeugenden Weise denen vorzustellen, die christliche Überzeugungen für unwissenschaftlich, irrational oder einfach dumm halten. Was können wir also tun, um uns selbst und unsere Kinder darauf vorzubereiten, den Angriffen durch selbstsichere „Autoritäten“ mit ihrer ganzen Bandbreite antichristlicher Argumente zu begegnen? Um uns zu helfen, eine Strategie zum Umgang mit solchen Begegnungen zu finden, werden wir zunächst die Art und Weise betrachten, mit der Jesus seinen Kritikern geantwortet hat. Wir werden dabei nach einigen grundlegenden Prinzipien suchen, die wir heute anwenden können, auch wenn unsere Gegner und ihre Argumente sich sehr von dem unterscheiden, was unserem Herrn begegnete. Welche Methoden nutzte er, um seine Argumente zu unterstützen? Zuallererst besitzt das Argument einer Person dann besonderes Gewicht, wenn er aufgrund seiner Ausbildung eine anerkannte Autorität auf einem bestimmten Gebiet ist. So wird sogar die Glaubwürdigkeit von Jesus aus diesem Grund durch seine Gegner wiederholt angegriffen. Sie stellten seine Autorität in Frage, da seine „formale“ Ausbildung niedriger war, als ihre, zumindest äußerlich. Auch wenn Jesus sich auf seine innewohnende Autorität berufen konnte und manchmal auch berief, wählte er auch andere Argumente, um seine Ansprüche zu unterstützen. So wissen wir zum Beispiel, dass es die Argumente einer Person stärkt, wenn jemand unterstützende Fakten aus Natur oder Geschichte vorweisen kann, die weithin bekannt und akzeptiert sind. Jesus unterstützte seine Ansprüche oft, indem er einfache Fakten aufführte, Dinge, die mit dem Wetter, der Landwirtschaft usw. zu tun hatten und die seine Gegner nicht leugnen konnten. Zusätzlich lassen sich die Argumente einer Person unterstützen, indem man aus Quellen zitiert, die von denjenigen, mit denen man debattiert, als autoritativ anerkannt werden. Jesus nutzt diese „Taktik“ regelmäßig, wie wir im folgenden noch sehen werden. Ein weiteres Schlüsselprinzip in der Art und Weise, in der Jesus seinen Kritikern geantwortet hat, lässt sich in dem Sprichwort zusammenfassen: „Die beste Verteidigung ist ein guter Angriff“. Fast ausnahmslos weigerte sich Jesus, sich in die Defensive treiben zu lassen und die jeweilige Frage, die ihm von seinen Angreifern gestellt wurde, zu beantworten. Stattdessen ging er in die Offensive, indem er seinen Gegnern eine Gegenfrage stellte. Bei jedem Wortwechsel führt der Mensch, der eine Frage stellt, seine(n) Gegner in verschiedener Hinsicht in eine Verteidigungssituation. Zunächst ist es der Fragende, der das Thema auswählen kann, und er wird gezielt ein Gebiet wählen, welches er durchdacht hat und in dem er seinen Gegner relativ unvorbereitet wähnt. Zweitens nimmt der Fragende eine überlegene Position ein, indem er in gewisser Weise etwas von dem Antwortenden „fordert“. Er übernimmt die Position eines „Richters“ über die Antworten, die ihm gegeben werden. Schließlich kann die Formulierung einer Frage die Sache in einer Weise darstellen, die für denjenigen, der sie beantworten soll, ungünstig ist. Die Fragen, die Jesus seinen Kritikern stellte, zwangen sie normalerweise, eine grundlegendere Sache zu thematisieren, als die, welche sie zunächst in ihren Fragen angesprochen hatten. Darüber hinaus zitierte Jesus in seinen Fragen häufig eine Quelle, von der er wusste, dass seine Gegner sie als autoritativ anerkennen würden, nämlich die heilige Schrift. Ferner wusste Jesus natürlich bereits vorher, dass seine Gegner ihm nicht aufrichtig antworten konnten, ohne ihren eigenen Angriff zu unterlaufen. Wie können wir nun diese Prinzipien in Situationen anwenden, die am Anfang beschrieben wurden, wo wir heute möglicherweise in unterschiedlichen Themengebieten angegriffen werden durch Menschen, die christliche Glaubensüberzeugungen verspotten und die Autorität der Schrift zurückweisen? Die wichtigsten und schwierigsten Themen, mit denen viele Christen heute zu tun haben, sind Angriffe, die sich auf wissenschaftliche „Fakten“ berufen, die angeblich die Evolutionstheorie unterstützen und deshalb angeblich das biblische Weltbild widerlegen. In den folgenden Artikeln werden wir die Prinzipien anwenden, die oben beschrieben wurden, um eine einfache Strategie für den modernen Christen zu entwickeln, wenn er herausgefordert wird, seinen Glauben gegen solche Angriffe zu verteidigen. In Seinem Dienst, Paul L. Tecklenburg, M.D. (Dr. Tecklenburg ist Gründungsmitglied von ENM. Er lebt nun im Ruhestand mit seiner Frau Hilda im westlichen North Carolina.) |
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Translated by Dr. Siegbert Riecker |
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